Unterbranche · Logistik & Transport

Unternehmensberatung für Kontraktlogistik & Lagerbetriebe

In der Kontraktlogistik entscheidet die Vertragsgestaltung über Jahre hinweg. Ergebnis bringt, wer Leistungen mit Mengengerüst und Preisgleitklauseln kalkuliert, Produktivität je Prozessschritt misst, Flächen- und Personalkosten steuert und Verträge regelmäßig nachverhandelt.

Vertragskalkulation, Produktivität je Prozess und Flächenkosten bestimmen das Ergebnis. Wir bringen Transparenz in alle drei.

Vertrag
Marge entsteht im Angebot
Produktivität
je Prozessschritt messbar
50 %
Zuschuss über BAFA-Beratung
30+ Jahre
Erfahrung im Mittelstand
Marktdaten

Branchenlage Kontraktlogistik & Lager

Lange Vertragslaufzeiten treffen auf kurzfristig steigende Personal-, Energie- und Flächenkosten — ohne Anpassungsmechanik gerät die Marge schnell unter Druck.

Laufzeiten

Mehrjährige Verträge binden Kalkulationsannahmen über lange Zeiträume

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Personalkosten

Lohnentwicklung und Zeitarbeitsquote sind die größten Kostentreiber im Lager

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Flächen

Mieten für Logistikflächen sind in Ballungsräumen deutlich gestiegen

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Automatisierung

Teilautomatisierung wird geprüft, scheitert oft an fehlender Wirtschaftlichkeitsrechnung

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Als „CONPLANA-Projekterfahrung" gekennzeichnete Angaben sind Erfahrungswerte aus unseren Mandaten und keine amtliche Statistik.

Typische Herausforderungen: Kontraktlogistik & Lager

Diese Themen begegnen uns in Projekten mit Betrieben aus dem Bereich Kontraktlogistik & Lager am häufigsten.

Verträge ohne Preisgleitklausel

Kalkuliert wurde mit den Kosten des Startjahres. Lohn-, Energie- und Mietsteigerungen bleiben beim Dienstleister hängen.

Produktivität nicht gemessen

Ohne Kennzahlen je Prozessschritt fehlt die Grundlage für Personalbedarf, Angebotskalkulation und Verbesserung.

Hohe Zeitarbeitsquote

Spitzenabdeckung über Zeitarbeit ist teuer und qualitätskritisch — Einarbeitung wiederholt sich ständig.

Automatisierung ohne Business Case

Investitionsentscheidungen werden technisch getrieben, ohne belastbare Amortisations- und Szenariorechnung.

Kundenkonzentration

Wenige Großkunden prägen die Auslastung. Der Verlust eines Vertrags gefährdet Fläche und Personalstruktur.

Unsere Lösungsansätze

So arbeiten wir mit Unternehmen aus dem Bereich Kontraktlogistik & Lager.

Vertrags- und Preismodell

Leistungsverzeichnis mit Mengengerüst, Preisgleitklauseln für Lohn und Energie sowie definierten Zusatzleistungen.

Produktivitätskennzahlen je Prozess

Kennzahlen für Wareneingang, Kommissionierung, Verpackung und Versand als Basis für Personalplanung und Kalkulation.

Personal- und Schichtmodell

Stammbelegschaft und Flexibilität ausbalancieren, Einarbeitung standardisieren und Zeitarbeitsquote gezielt senken.

Investitionsrechnung für Automatisierung

Business Case mit Szenarien für Mengenentwicklung, Lohnkosten und Restlaufzeit der Kundenverträge.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kennzahlen braucht ein Lagerbetrieb?

Vier Kernkennzahlen genügen für den Einstieg: Positionen oder Picks je Mitarbeiterstunde getrennt nach Prozessschritt, Kosten je bewegter Einheit inklusive Flächenanteil, Fehlerquote im Versand und Auslastungsgrad der Fläche. Ergänzend sind Anteil der Zeitarbeit und Krankenquote wichtig, weil sie Produktivität und Qualität unmittelbar beeinflussen. Entscheidend ist, dass die Werte je Kundenvertrag vorliegen und nicht nur für den Gesamtbetrieb.

Wie sichert man mehrjährige Logistikverträge gegen Kostensteigerungen ab?

Über eine Anpassungsmechanik im Vertrag: Der Preis wird in Personal-, Energie- und sonstige Kostenbestandteile zerlegt, jeder Bestandteil an einen veröffentlichten Index gekoppelt und der Anpassungsrhythmus mit Schwellenwert festgelegt. Zusätzlich sollte ein Mengenkorridor definiert sein, außerhalb dessen neu verhandelt wird. Ohne diese beiden Elemente trägt der Dienstleister das gesamte Kosten- und Mengenrisiko über die Laufzeit.

Wann lohnt sich Automatisierung im Lager?

Die Entscheidung hängt an drei Größen: Mengenstabilität über die Amortisationszeit, Lohnkostenanteil des zu automatisierenden Prozesses und Restlaufzeit der zugrunde liegenden Kundenverträge. Eine Investition, die sich erst nach acht Jahren rechnet, während der Hauptvertrag in drei Jahren ausläuft, ist unabhängig von der Technik riskant. Sinnvoll ist deshalb eine Szenariorechnung mit optimistischem, realistischem und pessimistischem Mengenverlauf vor jeder Investitionsentscheidung.

Ist Beratung in der Kontraktlogistik förderfähig?

Ja, sofern die KMU-Kriterien der EU erfüllt sind. Für Kalkulation, Prozesse, Controlling und Strategie kommt die BAFA-Unternehmensberatung mit 50 % Zuschuss auf maximal 3.500 € Bemessungsgrundlage in Frage, also bis zu 1.750 € Zuschuss. Für Führung, Schichtorganisation und Personalbindung eignet sich INQA-Coaching mit 80 % Zuschuss auf bis zu 12 Tage à 1.200 €, also maximal 11.520 €. Der Antrag muss jeweils vor Beratungsbeginn gestellt werden.