Unterbranche · Handel & Gastgewerbe

Unternehmensberatung für E-Commerce & Onlinehandel

Im Onlinehandel entscheidet der Deckungsbeitrag nach Werbe-, Versand- und Retourenkosten. Profitabel wird, wer je Artikel und Kanal rechnet, Retourenquoten senkt, Marktplatzabhängigkeit reduziert und Wachstum an der Liquidität statt am Umsatz ausrichtet.

Deckungsbeitrag nach Werbung, Versand und Retouren ist die entscheidende Größe. Wir rechnen sie je Artikel und Kanal.

DB nach Werbung
die relevante Kennzahl
Retouren
unterschätzter Kostenblock
50 %
Zuschuss über BAFA-Beratung
30+ Jahre
Erfahrung im Mittelstand
Marktdaten

Branchenlage E-Commerce & Onlinehandel

Steigende Werbekosten, Marktplatzgebühren und Retourenaufwand treffen auf zurückhaltende Konsumnachfrage — Wachstum ohne Deckungsbeitragsrechnung wird schnell zum Liquiditätsrisiko.

Werbekosten

Die Kosten je Neukunde sind über die letzten Jahre spürbar gestiegen

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Retouren

Bearbeitung, Wertminderung und Versand machen Retouren zum eigenständigen Kostenblock

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Marktplätze

Gebühren und Regeländerungen der Plattformen wirken unmittelbar auf die Marge

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Kapitalbindung

Warenvorfinanzierung und Zahlungsziele der Plattformen belasten die Liquidität

Quelle: CONPLANA-Projekterfahrung

Als „CONPLANA-Projekterfahrung" gekennzeichnete Angaben sind Erfahrungswerte aus unseren Mandaten und keine amtliche Statistik.

Typische Herausforderungen: E-Commerce & Onlinehandel

Diese Themen begegnen uns in Projekten mit Betrieben aus dem Bereich E-Commerce & Onlinehandel am häufigsten.

Umsatz wächst, Ergebnis nicht

Ohne Deckungsbeitragsrechnung nach Werbe-, Versand- und Retourenkosten bleibt unklar, welches Wachstum sich rechnet.

Retourenkosten nicht zugeordnet

Retouren werden pauschal verbucht statt je Artikel und Grund ausgewertet — Gegenmaßnahmen fehlen dadurch.

Abhängigkeit von Plattformen

Ein Großteil des Umsatzes läuft über wenige Marktplätze. Gebühren- und Regeländerungen treffen sofort das Ergebnis.

Liquidität durch Wareneinkauf gebunden

Saisonware und Mindestabnahmen binden Kapital, bevor Erlöse fließen. Finanzierungsspitzen werden zu spät erkannt.

Prozesse wachsen unkontrolliert

Lager, Versand und Kundenservice sind mitgewachsen statt geplant — die Kosten je Bestellung steigen mit der Menge.

Unsere Lösungsansätze

So arbeiten wir mit Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce & Onlinehandel.

Deckungsbeitragsrechnung je Artikel und Kanal

Vollständige Rechnung inklusive Werbe-, Verpackungs-, Versand-, Zahlungs- und Retourenkosten je Artikel, Kanal und Kampagne.

Retourenprogramm

Retourengründe erfassen, Produktdaten und Größenangaben verbessern, Problemartikel identifizieren und Prozesskosten der Rücknahme senken.

Kanal- und Sortimentsstrategie

Eigenen Shop und Marktplätze mit unterschiedlichen Zielen und Sortimenten führen, Abhängigkeit gezielt reduzieren.

Liquiditäts- und Wachstumsplanung

Rollierende Planung mit Einkaufs-, Saison- und Werbebudgets sowie Szenarien für Wachstums- und Rückgangsphasen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kennzahl ist im Onlinehandel entscheidend?

Der Deckungsbeitrag nach Werbekosten je Bestellung, oft als DB2 oder DB3 geführt. Er ergibt sich aus dem Nettoerlös abzüglich Wareneinsatz, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren, Retourenkosten und den zugerechneten Werbekosten. Erst diese Zahl zeigt, ob eine Kampagne oder ein Sortiment profitabel ist. Umsatz, Rohertrag und Werberendite allein führen regelmäßig zu Fehlentscheidungen, weil Retouren und Versand fehlen.

Wie senkt man die Retourenquote wirksam?

Über Ursachen statt über Gebühren: Retourengründe werden strukturiert erfasst und je Artikel ausgewertet. Häufigste Hebel sind bessere Produktbilder und Maßangaben, realistische Beschreibungen, Größenberatung, Qualitätsprüfung bei auffälligen Artikeln und die Auslistung von Produkten mit dauerhaft hoher Rückgabequote. Ergänzend lohnt die Prüfung, ob die Wiederaufbereitung im eigenen Lager oder extern günstiger ist.

Wie reduziert man die Abhängigkeit von Marktplätzen?

Schrittweise und mit klarer Rollenverteilung: Marktplätze bleiben Reichweiten- und Neukundenkanal, der eigene Shop wird zum Kanal für Wiederkäufer mit besseren Konditionen und Kundenbindung. Dazu gehören Beilagen im Paket mit Anreiz zum Direktkauf, Aufbau eines eigenen Newsletter- und Kundenstamms sowie exklusive Artikel oder Bundles im eigenen Shop. Realistisch ist eine Verschiebung über zwei bis drei Jahre, nicht in einer Saison.

Ist Beratung für Onlinehändler förderfähig?

Ja, sofern die KMU-Kriterien der EU erfüllt sind. Für Strategie, Controlling, Kalkulation und Geschäftsmodell kommt die BAFA-Unternehmensberatung mit 50 % Zuschuss auf maximal 3.500 € Bemessungsgrundlage in Frage, also bis zu 1.750 € Zuschuss. Für Führung, Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung eignet sich INQA-Coaching mit 80 % Zuschuss auf bis zu 12 Tage à 1.200 €, also maximal 11.520 €. Beide Anträge müssen vor Beratungsbeginn gestellt werden.